Zuletzt aktualisert am 6. November 2026 von Marie Sturgis
Keto vegan: Geht das überhaupt zusammen? Die ketogene Ernährung setzt auf viel Fett und sehr wenig Kohlenhydrate. Die vegane Ernährung verzichtet komplett auf tierische Lebensmittel. Wenn Fleisch, Eier und Käse wegfallen und gleichzeitig Bohnen, Linsen und Getreide kaum noch erlaubt sind, bleibt dann noch genug auf dem Teller? Und woher kommt dein Eiweiß? Hier erfährst du, welche Lebensmittel in eine vegane Keto-Ernährung passen, wo die Stolperfallen liegen und was Studien dazu sagen.
Das Wichtigste in Kürze
- Keto vegan heißt: sehr wenig Kohlenhydrate, viel Fett und ausschließlich pflanzliche Lebensmittel.
- Gute Basis sind Avocado, Nüsse, Samen, Pflanzenöle, grünes Gemüse sowie Tofu, Tempeh und Seitan.
- Hülsenfrüchte, Getreide und die meisten Obstsorten passen wegen ihres Kohlenhydratgehalts kaum hinein.
- Vitamin B12 musst du bei veganer Ernährung immer ergänzen. Jod, Omega-3-Fettsäuren, Eisen und Zink brauchen besondere Aufmerksamkeit.
- In den ersten Wochen sind Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Übelkeit möglich („Keto-Grippe“).
- Zur streng veganen Keto-Diät gibt es bisher nur wenige Studien.
Die ketogene Vegane Diät: Eine Anleitung
Die ketogene Diät, auch als Keto-Diät bekannt, ist eine Low-Carb-Diät, bei der der Körper in die sogenannte Ketogene Stoffwechsellage versetzt wird. Dies bedeutet, dass der Körper Fett als Hauptenergiequelle verwendet, anstatt Glukose. Die Diät wird häufig zur Gewichtsreduktion verwendet. Auf die Blutfette wirkt sie aber nicht automatisch günstig: In mehreren Studien stieg das LDL-Cholesterin bei einem Teil der Teilnehmenden deutlich an.1 Es ist jedoch möglich, die Keto-Diät auch auf veganer Basis durchzuführen. Keto vegan also.
Um eine ketogene Diät vegan umzusetzen, muss man sich an einige grundlegende Regeln halten. Zunächst einmal sollte man sich hauptsächlich von fettreichen, pflanzlichen Lebensmitteln ernähren. Dazu gehören Avocados, Nüsse und Samen, Olivenöl, Coconut Oil und Tofu. Es ist auch wichtig, genügend Eiweiß aufzunehmen, um den Muskelaufbau zu unterstützen. Pflanzliche Proteinquellen wie Tofu, Tempeh und Seitan können hier helfen. Erbsen und Bohnen enthalten dagegen viele Kohlenhydrate und passen nur in kleinen Mengen in eine ketogene Ernährung.1
Um sicherzustellen, dass man genügend Nährstoffe aufnimmt, sollte man auch auf die Aufnahme von Gemüse achten. Grünes Gemüse wie Spinat, Brokkoli und Grünkohl sind besonders nährstoffreich und sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Auch Obst kann in Maßen in einer ketogenen veganen Diät enthalten sein, solange man sich auf kohlenhydratarme Früchte wie Beeren und Avocado konzentriert. Entscheidend ist dabei die Kohlenhydratmenge, nicht der glykämische Index.
Vegane Keto-Diät: Ist es möglich?
Ja, es ist durchaus möglich, die Keto-Diät auf veganer Basis durchzuführen. Wie bereits erwähnt, muss man sich hauptsächlich von fettreichen, pflanzlichen Lebensmitteln ernähren und ausreichend Eiweiß und Gemüse aufnehmen, um sicherzustellen, dass man genügend Nährstoffe erhält. Es gibt auch zahlreiche vegane Rezepte, die sich für die Keto-Diät eignen, wie zum Beispiel Keto-vegane Brotaufstriche, Keto-vegane Smoothies und Keto-vegane Suppen.
Es gibt zahlreiche vegane Alternativen für Fleisch und tierische Produkte, wie Tofu, Tempeh und Nüsse, die in die ketogene Diät integriert werden können. Pflanzliche Proteine sind ebenfalls wichtig, um den Muskelaufbau zu unterstützen und sättigen zu können. Es gibt viele leckere Rezepte für eine ketogene vegane Diät, die auf Gemüse, Nüssen, Samen und Sojaprodukten basieren. Es ist jedoch wichtig, dass man immer ausreichend Nährstoffe zu sich nimmt und mögliche Mängel vermeidet, indem man ausgewogene Mahlzeiten zusammenstellt und gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel einnimmt.
Auch der Verzehr von gesunden Fetten, wie Avocado, Kokosöl und Olivenöl, ist in der ketogenen veganen Diät wichtig, um genügend Energie zu haben und die Gesundheit zu unterstützen. Das beliebte Power-Getränk Bulletproof Coffee, bestehend aus Kaffee, gesunden Fetten und pflanzlicher Milch, kann ebenfalls in die ketogene vegane Diät integriert werden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es bei einer ketogenen veganen Diät auch mögliche Risiken gibt, wie einen Mangel an Nährstoffen und mögliche Nebenwirkungen während der Eingewöhnungsphase. Deshalb sollte man immer einen Arzt oder Ernährungsexperten konsultieren, bevor man mit einer ketogenen veganen Diät beginnt.
Was Studien zur pflanzlichen Keto-Ernährung zeigen
Zur streng veganen Keto-Diät gibt es bisher nur wenige Studien. Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2026 hat sieben randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 976 Teilnehmenden ausgewertet. Getestet wurden überwiegend pflanzliche Low-Carb- und Keto-Diäten bei Erwachsenen mit Übergewicht, Adipositas oder Stoffwechselstörungen. Körpergewicht und LDL-Cholesterin sanken dabei vergleichbar stark oder stärker als mit den Vergleichsdiäten. Die ketogenen Varianten wirkten kurzfristig stärker, brauchten aber eine engere Betreuung. Im Alltag ohne Begleitung hielten sich die Teilnehmenden seltener an die Vorgaben. Langzeitstudien fehlen noch.2
Ein bekanntes Beispiel ist die sogenannte Eco-Atkins-Studie. Erwachsene mit Übergewicht und erhöhten Blutfettwerten aßen sechs Monate lang eine vegane Low-Carb-Kost. Eiweiß und Fett kamen vor allem aus Gluten- und Sojaprodukten, Nüssen und Pflanzenölen. Im Vergleich zu einer kohlenhydratreichen, fettarmen Diät sanken LDL-Cholesterin und Triglyceride stärker. Wichtig für die Einordnung: Mit 26 % der Energie aus Kohlenhydraten war diese Kost zwar kohlenhydratarm, aber nicht ketogen.1,3
Keto vegan optimieren: Tipps und Tricks
Eine ketogene vegane Diät kann für manche Menschen eine Herausforderung darstellen, da es schwieriger sein kann, genügend Fett und Eiweiß auf pflanzlicher Basis zu sich zu nehmen. Um die Ernährung optimal zu gestalten, sollte man sich an folgende Tipps halten:
- Achte auf genügend Fett: Fett ist in einer Keto-Diät deine Hauptenergiequelle. In die ketogene Stoffwechsellage kommst du, indem du Kohlenhydrate stark begrenzt und gleichzeitig mehr Fett isst.1 Pflanzliche Fette wie Avocado, Nüsse und Samen, Olivenöl und Coconut Oil sollten daher einen festen Platz in der Ernährung haben.
- Verzehre ausreichend Eiweiß: Eiweiß ist wichtig für den Muskelaufbau und sollte daher in ausreichender Menge aufgenommen werden. Pflanzliche Proteinquellen wie Tofu und Tempeh eignen sich hierfür besonders gut.
- Iss genügend Gemüse: Gemüse liefert wichtige Nährstoffe und sollte daher regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.
- Plane Deine Mahlzeiten im Voraus: Um sicherzustellen, dass man genügend Fett, Eiweiß und Gemüse zu sich nimmt, ist es hilfreich, seine Mahlzeiten im Voraus zu planen und ausreichende Mengen an pflanzlichen Lebensmitteln einzukaufen.
Veganismus und ketogene Diät: Wie sie zusammengehen
Die ketogene Diät und der Veganismus sind zwei Konzepte, die auf verschiedenen Prinzipien beruhen. Die Keto-Diät zielt darauf ab, den Körper in eine ketogene Stoffwechsellage zu versetzen, indem man sich hauptsächlich von fettreichen Lebensmitteln ernährt und die Kohlenhydrataufnahme einschränkt. Der Veganismus hingegen ist eine Lebensweise, die auf der Ablehnung von tierischen Produkten und der Nutzung von Tierprodukten beruht.
Es ist möglich, die Keto-Diät auf veganer Basis durchzuführen, indem man sich hauptsächlich von fettreichen, pflanzlichen Lebensmitteln ernährt und auf ausreichend Eiweiß und Gemüse achtet. Dafür gibt es auch zahlreiche vegane Rezepte, die für die Keto-Diät geeignet sind, wie zum Beispiel Keto-vegane Brotaufstriche, Keto-vegane Smoothies und Keto-vegane Suppen.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es einige vegane Nahrungsmittel gibt, die nicht in einer Keto-Diät erlaubt sind, da sie zu viele Kohlenhydrate enthalten. Dazu gehören zum Beispiel Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen, Getreide sowie kohlenhydratreiches Obst wie Bananen und Ananas.1

Keto vegan und Leistungsfähigkeit: Was Studien zeigen
In der ketogenen Stoffwechsellage verbrennt dein Körper beim Sport deutlich mehr Fett. Eine bessere Leistung folgt daraus aber nicht automatisch. In einer Studie mit Gehern der Weltspitze trainierten drei Gruppen drei Wochen lang intensiv. Die beiden Gruppen mit kohlenhydratreicher Ernährung waren danach über 10 km um gut 5 bis 7 % schneller. Die Keto-Gruppe (unter 50 g Kohlenhydrate pro Tag) verbrannte zwar deutlich mehr Fett. Sie brauchte bei Renntempo im Vergleich aber mehr Sauerstoff und verbesserte ihre Zeit nicht.4 Ob sich das auf den Freizeitsport übertragen lässt, ist offen.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es eine Eingewöhnungsphase gibt, in der der Körper sich an die neue Energiequelle gewöhnen muss. Während dieser Zeit kann es zu Symptomen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen kommen.5 Sobald sich der Körper jedoch an die ketogene Stoffwechsellage gewöhnt hat, sollten diese Symptome verschwinden. Es ist auch wichtig, dass man auf ausreichend Flüssigkeit achtet und möglicherweise elektrolythaltige Getränke trinkt, um einem Mangel an Elektrolyten vorzubeugen.1 Zusätzlich sollte man immer auf ausreichende Nährstoffzufuhr achten und gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um mögliche Mängel zu vermeiden. Es ist auch wichtig, dass man immer mit einem Arzt oder einem Ernährungsberater spricht, bevor man mit einer ketogenen Diät beginnt, um sicherzustellen, dass sie für einen geeignet ist und um mögliche Risiken zu minimieren.
Vegane Ernährung, Vegetarismus und ketogene Diät: Was ist der Unterschied?
Es gibt einige wichtige Unterschiede zwischen einer ketogenen Diät, einer veganen Diät und einer vegetarischen Diät. Hier sind die wichtigsten Unterschiede im Überblick:
- Keto-Diät: Die Keto-Diät ist eine Low-Carb-Diät, bei der der Körper in die ketogene Stoffwechsellage versetzt wird. Dies bedeutet, dass der Körper Fett als Hauptenergiequelle verwendet, anstatt Glukose. Die Diät zielt darauf ab, den Körper in eine ketogene Stoffwechsellage zu versetzen, indem man sich hauptsächlich von fettreichen Lebensmitteln ernährt und die Kohlenhydrataufnahme einschränkt.
- Vegane Diät: Eine vegane Diät ist eine Ernährungsweise, die auf der Ablehnung von tierischen Produkten und der Nutzung von Tierprodukten beruht. Vegane Lebensmittel umfassen alle pflanzlichen Lebensmittel, wie Obst, Gemüse, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte.
- Vegetarische Diät: Eine vegetarische Diät ist eine Ernährungsweise, die auf der Ablehnung von Fleisch und Fisch beruht. Vegetarische Lebensmittel umfassen alle pflanzlichen Lebensmittel, wie Obst, Gemüse, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte, sowie Eier und Milchprodukte.
Keto vegan: Tofu, Tempeh und andere pflanzliche Alternativen zu Fleisch
In einer ketogenen veganen Diät gibt es eine Reihe von Alternativen für Fleisch und tierische Produkte, die proteinreich und gleichzeitig kohlenhydratarm sind.Dazu gehören:
- Tofu: Tofu ist eine beliebte Eiweißquelle in der veganen Küche und eignet sich gut für die Keto-Diät, da er viel Eiweiß und nur wenig Kohlenhydrate enthält.
- Tempeh: Tempeh ist ein indonesisches Fermentationsprodukt aus gekochten Sojabohnen, die mit einem Edelschimmelpilz fermentiert werden. Es ist eine weitere eiweißreiche Alternative zu Fleisch.
- Nüsse und Samen: Nüsse und Samen sind reich an Fett und Protein und eignen sich daher gut für die Keto-Diät. Besonders empfehlenswert sind Macadamia-Nüsse, Pinienkerne und Kürbiskerne.
Obst- und Gemüseauswahl
Obst und Gemüse spielen auch in einer ketogenen veganen Diät eine wichtige Rolle, da sie wichtige Nährstoffe liefern und dazu beitragen, dass man sich ausgeglichen und satt fühlt. Es ist wichtig, dass man auf ausreichende Menge und Vielfalt achtet, um mögliche Nährstoffmängel zu vermeiden. Gerade bei Keto lohnt sich das: Weil Obst, Vollkorn und Hülsenfrüchte großteils wegfallen, liefern Low-Carb- und Keto-Diäten oft wenig Ballaststoffe sowie wenig Folat, Magnesium und Kalium.1 Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass einige Obst- und Gemüsesorten mehr Kohlenhydrate enthalten als andere, daher sollte man sie in Maßen zu sich nehmen. Es ist auch ratsam, sich auf Obst- und Gemüsesorten zu konzentrieren, die weniger Kohlenhydrate enthalten, wie zum Beispiel grünes Gemüse, Avocado und Beeren.

Pflanzliche Proteinquellen für die Low-Carb-Ernährung
Pflanzliche Proteine sind eine wichtige Komponente in einer ketogenen veganen Diät, da sie dazu beitragen, den Muskelaufbau zu unterstützen und sättigen. Hier sind einige pflanzliche Proteinquellen, die sich besonders gut für eine ketogene vegane Diät eignen:
- Tofu: Tofu ist eine beliebte Proteinquelle in der veganen Küche und eignet sich besonders gut für die Keto-Diät, da er viel Eiweiß und nur wenig Kohlenhydrate enthält.
- Tempeh: Tempeh ist ein indonesisches Fermentationsprodukt aus gekochten, fermentierten Sojabohnen. Es ist eine weitere eiweißreiche Alternative zu Fleisch.
- Seitan: Seitan besteht aus Weizengluten, dem Eiweiß des Weizens. Er ist entsprechend eiweißreich. In der Eco-Atkins-Studie gehörten Gluten- und Sojaprodukte zu den zentralen Eiweißlieferanten.3 Bei Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit ist Seitan allerdings tabu.
- Bohnen und Linsen in kleinen Mengen: Sie liefern Eiweiß, Ballaststoffe, Eisen und Folsäure, aber auch viele Kohlenhydrate. In einer streng ketogenen Ernährung haben sie deshalb nur in kleinen Portionen Platz.
- Proteinpulver: Wenn du deinen Eiweißbedarf über Lebensmittel schwer deckst, kann ein veganes Proteinpulver eine Ergänzung sein. Worauf du bei der Auswahl achten solltest, liest du in unserem Artikel Kann Proteinpulver schädlich sein?
Keto vegan: Fettquellen für mehr Energie und Gesundheit
Gesunde Fette sind ein wichtiger Bestandteil einer ketogenen veganen Diät, da sie dort die Hauptenergiequelle sind und sättigen. Hier sind einige gesunde Fette, die sich besonders gut für eine ketogene vegane Diät eignen:
- Avocado: Avocado ist reich an gesunden, ungesättigten Fetten und eignet sich besonders gut für die Keto-Diät, da sie vergleichsweise wenig Kohlenhydrate enthält.
- Nüsse und Samen: Nüsse und Samen wie Macadamia-Nüsse, Pinienkerne und Kürbiskerne sind reich an Protein und gesunden Fetten und eignen sich somit besonders gut für die Keto-Diät. Sie können in Mahlzeiten wie Smoothies, Aufstrichen oder als Snack zwischendurch verwendet werden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Nüsse und Samen auch Kohlenhydrate enthalten und daher in Maßen zu sich genommen werden sollten. Eine gute Regel ist, nicht mehr als eine Handvoll Nüsse oder Samen pro Tag zu sich zu nehmen.
- Raps- und Walnussöl: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, Öle mit viel Alpha-Linolensäure zu bevorzugen. Das ist eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure. Raps- und Walnussöl sind gute Beispiele.6
Rezepte für eine pflanzliche Low-Carb-Ernährung
Eine ketogene vegane Diät muss nicht langweilig sein. Es gibt viele leckere Rezepte, die für die Keto-Diät geeignet sind und gleichzeitig vegan sind. Hier sind einige Ideen für keto-vegane Mahlzeiten:
- Keto-veganer Brotaufstrich: Ein Brotaufstrich aus Avocado, Olivenöl und Nüssen ist eine leckere und fettreiche Alternative zu herkömmlichen Brotaufstrichen.
- Keto-veganer Smoothie: Ein Smoothie aus Spinat, Avocado, Coconut Oil und Mandelmilch ist eine nährstoffreiche und fettreiche Option für eine sättigende Mahlzeit oder Snack.
- Keto-vegane Suppe: Eine Suppe aus grünem Gemüse wie Brokkoli und Grünkohl, Tofu und Coconut Milk ist eine leckere Möglichkeit, Gemüse und Protein zu sich zu nehmen.
Veganer Bulletproof Coffee: So gelingt die pflanzliche Variante
Bulletproof Coffee ist ein beliebtes Getränk in der Keto-Diät, das dazu beitragen soll, die Leistungsfähigkeit zu verbessern und den Stoffwechsel anzukurbeln. Es besteht aus Kaffee, Butter und MCT-Öl.
Für die vegane Version ersetzt du die Butter durch Kokosöl oder Kakaobutter. Wer es cremiger mag, gibt einen Schuss ungesüßten Mandel- oder Kokosdrink dazu. Ein guter Startpunkt: 250 ml frisch gebrühten Kaffee mit je 1 TL Kokosöl und MCT-Öl im Mixer kurz aufschäumen.

Keto vegan: Mögliche gesundheitliche Auswirkungen
Wie bei jeder Diät gibt es auch bei der ketogenen Diät mögliche Nebenwirkungen. Hier sind einige mögliche Nebenwirkungen, die bei der Durchführung einer ketogenen veganen Diät auftreten können:
- Keto-Grippe: Während der Eingewöhnungsphase können Beschwerden auftreten, die als Keto-Grippe bezeichnet werden. Am häufigsten genannt werden Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Schwindel und Konzentrationsprobleme. In einer Auswertung von Online-Foren traten die meisten Beschwerden in der ersten Woche auf und wurden nach etwa vier Wochen deutlich seltener.5
- Mangel an Nährstoffen: Vitamin B12 musst du bei veganer Ernährung dauerhaft über ein Präparat ergänzen und deinen Status regelmäßig prüfen lassen. Als potenziell kritisch gelten außerdem Jod, Protein, langkettige Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Riboflavin, Calcium, Eisen, Zink, Selen und ggf. Vitamin A.6 Bei Keto kommt hinzu, dass mit Obst, Vollkorn und Hülsenfrüchten weitere nährstoffreiche Lebensmittel wegfallen.1 Es ist daher wichtig, dass man auf ausreichende Nährstoffzufuhr achtet und gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, um mögliche Mängel zu vermeiden. Es ist auch ratsam, immer mit einem Arzt oder einem Ernährungsberater zu sprechen, um sicherzustellen, dass man alle notwendigen Nährstoffe zu sich nimmt und mögliche Risiken minimiert.
- Blutfette: Bei Keto-Diäten kann das LDL-Cholesterin steigen, manchmal deutlich. Laut einer Übersichtsarbeit betraf das in zwei Studien jeweils rund 30 % der Teilnehmenden.1 In Studien mit überwiegend pflanzlicher Low-Carb- oder Keto-Kost sank das LDL-Cholesterin dagegen.2,3 Wenn du länger ketogen isst, lass deine Blutwerte ärztlich kontrollieren.
- Nicht für alle geeignet: Für Schwangere und Menschen mit Nierenerkrankungen kann eine ketogene Ernährung riskant sein.1 Für Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende sowie Seniorinnen und Senioren rät die DGE bei veganer Ernährung dringend zu einer Ernährungsberatung.6
Vegane Keto-Diät: Solltest du es ausprobieren?
Ob eine ketogene vegane Diät für dich geeignet ist, hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Zielen ab. Es wichtig, dass du genügend Nährstoffe zu dir nimmst und mögliche Mängel vermeidest, indem du ausgewogene Mahlzeiten zusammenstellst und gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel einnimmst.
Es ist auch wichtig zu beachten, dass eine ketogene Diät nicht für jeden geeignet ist und es möglicherweise Risiken gibt, insbesondere bei bestimmten Gesundheitszuständen oder Medikamenteneinnahme. Bevor du mit einer ketogenen Diät beginnst, solltest du immer mit einem Arzt oder einem registrierten Ernährungsberater sprechen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine keto vegane Diät möglich ist, solange du ausreichend Nährstoffe zu dir nimmst und mögliche Mängel vermeidest. Es ist jedoch wichtig, dass du immer mit einem Arzt oder einem Ernährungsberater sprechen, bevor du mit einer ketogenen Diät beginnst.
Hast du Keto vegan schon ausprobiert? Schreib uns in die Kommentare, welche Lebensmittel dir den Einstieg leichter gemacht haben.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine andere qualifizierte Fachperson.
Quellen
- Crosby L, Davis B, Joshi S, Jardine M, Paul J, Neola M, Barnard ND: Ketogenic Diets and Chronic Disease: Weighing the Benefits Against the Risks, Frontiers in Nutrition (2021).
- Mazzola G, Rondanelli M, Cabrini C, Perna S: Metabolic, adherence, and sustainability outcomes of plant-based low-carbohydrate and ketogenic diets: A systematic review of clinical evidence, Nutrition (2026).
- Jenkins DJA, Wong JMW, Kendall CWC, Esfahani A, Ng VWY, Leong TCK, Faulkner DA, Vidgen E, Paul G, Mukherjea R, Krul ES, Singer W: Effect of a 6-month vegan low-carbohydrate (‘Eco-Atkins’) diet on cardiovascular risk factors and body weight in hyperlipidaemic adults: a randomised controlled trial, BMJ Open (2014).
- Burke LM, Ross ML, Garvican-Lewis LA, Welvaert M, Heikura IA, Forbes SG, Mirtschin JG, Cato LE, Strobel N, Sharma AP, Hawley JA: Low carbohydrate, high fat diet impairs exercise economy and negates the performance benefit from intensified training in elite race walkers, The Journal of Physiology (2017).
- Bostock ECS, Kirkby KC, Taylor BV, Hawrelak JA: Consumer Reports of “Keto Flu” Associated With the Ketogenic Diet, Frontiers in Nutrition (2020).
- Klug A, Barbaresko J, Alexy U, Kühn T, Kroke A, Lotze-Campen H, Nöthlings U, Richter M, Schader C, Schlesinger S, Virmani K, Conrad J, Watzl B: Neubewertung der DGE-Position zu veganer Ernährung, Ernährungs Umschau (2024).