Zuletzt aktualisert am 11. Juli 2025 von Claudio
Stell dir vor, du könntest jeden Tag einen cremigen, erfrischenden Drink genießen, der nicht nur köstlich schmeckt, sondern außerdem noch voller lebender Kulturen steckt. Kefir selber machen ist nämlich einfacher als du denkst – und dabei sparst du nicht nur Geld, sondern weißt zudem auch genau, was in deinem Glas landet.
Während fertige Kefir-Produkte im Supermarkt oft teuer sind und manchmal zusätzliche Inhaltsstoffe enthalten, kannst du hingegen zu Hause mit nur zwei Zutaten deinen eigenen hausgemachten Kefir herstellen. Außerdem entwickelst du dabei ein Gespür für die faszinierende Welt der Fermentation.
Das Wichtigste in Kürze
- Kefir selber machen benötigt nur Milch sowie Kefirknollen
- Fermentationszeit beträgt 12-24 Stunden bei Raumtemperatur
- Kefirknollen sind wiederverwendbar und vermehren sich außerdem bei guter Pflege
- Hausgemachter Kefir enthält lebende Mikroorganismen
- Verschiedene Milchsorten beeinflussen sowohl Geschmack als auch Konsistenz
- Richtige Lagerung verlängert zudem die Haltbarkeit der Kefirkulturen
Was ist Kefir und warum selbst herstellen?
Kefir stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und bedeutet so viel wie „Wohlbefinden“. Dieser fermentierte Milchdrink entsteht nämlich durch die Arbeit von Kefirknollen – kleinen, blumenkohlartigen Gebilden aus verschiedenen Bakterien- sowie Hefestämmen.
Im Gegensatz zu industriell hergestelltem Kefir enthält dein selbstgemachter Kefir hingegen eine deutlich vielfältigere Mikroorganismen-Zusammensetzung. Während kommerzielle Produkte oft nur wenige Kulturen verwenden, arbeiten dagegen in echten Kefirkörnern über 30 verschiedene Mikroorganismen zusammen.
Die Vorteile der eigenen Kefir-Herstellung
Wenn du Kefir selber machst, profitierst du von mehreren Aspekten:
- Kosteneinsparung: Ein Liter hausgemachter Kefir kostet etwa 1 Euro
- Qualitätskontrolle: Du bestimmst sowohl die Milchqualität als auch die Fermentationsdauer
- Geschmacksvielfalt: Experimentiere mit verschiedenen Milchsorten
- Nachhaltigkeit: Weniger Verpackungsmüll durch Mehrweg-Kefirknollen

Kefir selber machen: Die Schritt-für-Schritt Anleitung
Was du brauchst:
Grundausstattung:
- 1-2 EL Kefirknollen (auch Kefirpilz oder Kefirkörner genannt)
- 500 ml frische Vollmilch (3,5% Fett)
- Kunststoffsieb (kein Metall!)
- Glasgefäß zum Fermentieren
- Kunststofflöffel
Die Zubereitung:
Schritt 1: Vorbereitung Gib zunächst die Kefirknollen in ein sauberes Glasgefäß. Verwende dabei keine Metallutensilien, da diese nämlich die empfindlichen Kulturen beeinträchtigen können.
Schritt 2: Milch hinzufügen Übergieße anschließend die Knollen mit der zimmerwarmen Milch. Das Verhältnis sollte außerdem etwa 1 EL Kefirknollen zu 250 ml Milch betragen.
Schritt 3: Fermentation Decke danach das Glas mit einem sauberen Tuch ab und fixiere es mit einem Gummiband. Dadurch kann der Kefir atmen, während Staub sowie Insekten fernbleiben.
Schritt 4: Warten Lasse den Ansatz anschließend 12-24 Stunden bei Raumtemperatur (18-25°C) stehen. Je länger die Fermentation, desto saurer wird außerdem der Geschmack.
Schritt 5: Abseihen Gieße schließlich den fertigen hausgemachten Kefir durch ein Kunststoffsieb. Die Kefirknollen bleiben dabei im Sieb zurück und können sofort für den nächsten Ansatz verwendet werden.

Vegane Kefir-Alternativen
Für alle, die komplett auf tierische Produkte verzichten möchten, gibt es hingegen verschiedene Optionen:
Option 1: Kefirknollen mit pflanzlicher Milch
Traditionelle Kefirknollen können zwar für 2-3 Ansätze mit pflanzlicher Milch verwendet werden, benötigen dann jedoch wieder tierische Milch zur Regeneration. Besonders gut funktioniert außerdem cremige Kokosmilch aus der Dose mit hohem Fettgehalt.
Geeignete pflanzliche Milchsorten:
- Sojamilch: Gedeiht am besten, sollte außerdem frei von Zusätzen sein
- Kokosmilch: Ergibt sehr cremigen, gehaltvollen Kefir
- Mandelmilch: Milder Geschmack, aber dünnere Konsistenz
- Hafermilch: Funktioniert zwar, wird aber oft sehr flüssig
Option 2: Vegane Kefir-Starterkulturen
Spezielle vegane Starterkulturen werden hingegen komplett ohne tierische Bestandteile hergestellt und können außerdem etwa 5 Mal wiederverwendet werden. Diese sind daher eine echte vegane Alternative zu traditionellen Kefirknollen.
Option 3: Wasserkefir
Wasserkefir ist außerdem die natürlich vegane Alternative und wird mit Zucker, Wasser sowie Früchten angesetzt. Er bietet zwar ähnliche fermentative Eigenschaften wie Milchkefir, schmeckt aber erfrischender und fruchtiger.

Die richtige Milchwahl für klassischen Kefir
| Milchsorte | Konsistenz | Geschmack | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Vollmilch (3,5%) | Cremig und dickflüssig | Mild und ausgewogen | Ideal für Anfänger, außerdem optimale Nährstoffversorgung |
| Haltbare Milch | Etwas dünner | Neutral | Praktisch vorrätig, zudem längere Haltbarkeit |
| Rohmilch | Sehr cremig | Intensiv und komplex | Nur von vertrauenswürdigen Quellen, außerdem besonders nährstoffreich |
Unser Tipp: Beginne zunächst mit Vollmilch aus dem Kühlregal, da sie das beste Verhältnis aus Geschmack, Konsistenz sowie einfacher Handhabung bietet. Sobald du außerdem Erfahrung gesammelt hast, kannst du gerne mit verschiedenen Milchsorten experimentieren.
Fermentationszeit optimieren
Die Fermentationsdauer bestimmt nämlich den Charakter deines Kefirs:
- 12 Stunden: Mild, süßlich, außerdem dünnflüssig
- 18 Stunden: Ausgewogen, zudem leicht säuerlich
- 24 Stunden: Säuerlich, dickflüssig, außerdem intensive Fermentation
Pflege der Kefirknollen
Damit deine Kefirkultur gesund bleibt, beachte außerdem folgende Punkte:
Tägliche Pflege:
- Spüle die Knollen nicht ab – sie benötigen nämlich ihre natürliche Schutzschicht
- Verwende nur kaltes, gefiltertes Wasser falls nötig
- Lagere sie außerdem zwischen den Ansätzen in etwas Milch im Kühlschrank
Vermehrung: Gesunde Kefirknollen verdoppeln ihre Menge etwa alle 2-3 Wochen. Überschüssige Knollen kannst du außerdem:
- An Freunde weitergeben
- Trocknen sowie als Backup lagern
- In gefriergetrockneter Form aufbewahren

Lagerung und Haltbarkeit
Fertiger Kefir:
- Im Kühlschrank 5-7 Tage haltbar
- Wird außerdem mit der Zeit saurer
- Kann auch nach Ablauf oft noch verwendet werden (Geruchs- sowie Geschmackstest)
Kefirknollen:
- Bei täglicher Nutzung: in Milch im Kühlschrank
- Bei längeren Pausen: einfrieren oder trocknen
- Richtig gelagert außerdem jahrelang verwendbar
Häufige Probleme und Lösungen
Kefir wird nicht dick genug
Ursachen sowie Lösungen:
- Zu wenig Kefirknollen → Menge erhöhen
- Zu kalte Umgebung → Wärmeren Platz suchen
- Alte oder schwache Kulturen → Knollen „aktivieren“ durch mehrfache Verwendung
Kefir schmeckt zu sauer
Abhilfe:
- Fermentationszeit verkürzen
- Mehr Milch pro Knolle verwenden
- Außerdem kühlere Lagerung während der Fermentation
Kefirknollen schrumpfen
Mögliche Gründe:
- Verwendung von UHT-Milch über längere Zeit
- Kontakt mit Metall
- Außerdem Überfütterung oder Unterernährung

Wissenschaftlicher Hintergrund der Fermentation
Die Kefir-Fermentation ist nämlich ein komplexer Prozess, bei dem verschiedene Mikroorganismen zusammenarbeiten. Milchsäurebakterien wandeln dabei Laktose in Milchsäure um, während Hefen hingegen geringe Mengen Alkohol sowie Kohlensäure produzieren.
Dieser Prozess führt außerdem dazu, dass hausgemachter Kefir oft besser vertragen wird als normale Milch, da nämlich ein Großteil der Laktose bereits abgebaut wurde.
Fazit: Kefir selber machen lohnt sich
Kefir selber machen ist nicht nur kostengünstig sowie einfach, sondern außerdem auch ein faszinierender Einblick in die Welt der Fermentation. Mit nur wenigen Zutaten sowie etwas Geduld erhältst du nämlich einen cremigen, erfrischenden Drink, der durch seine Vielfalt an lebenden Kulturen überzeugt.
Probiere es daher aus und entdecke, wie einfach es ist, diesen Drink in deiner eigenen Küche herzustellen. Teile außerdem gerne deine Erfahrungen in den Kommentaren.
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Wo bekomme ich Kefirknollen her?
Kefirknollen erhältst du sowohl in Bioläden als auch online oder von anderen Kefir-Herstellern. Achte außerdem darauf, dass es sich um echte, lebende Kulturen handelt.
Kann ich auch pflanzliche Milch verwenden?
Ja, Kefir lässt sich außerdem auch mit pflanzlicher Milch herstellen! Besonders gut funktionieren nämlich Sojamilch, Kokosmilch aus der Dose oder Mandelmilch. Allerdings sollten die Kefirknollen spätestens alle 2-3 Ansätze wieder mit tierischer Milch „gefüttert“ werden, um außerdem alle nötigen Nährstoffe zu erhalten. Für eine komplett vegane Alternative gibt es hingegen spezielle Wasserkefir-Kulturen oder vegane Kefir-Starterkulturen.
Wie erkenne ich, ob mein Kefir schlecht geworden ist?
Verdorbener Kefir riecht nämlich unangenehm schimmelig oder faulig. Ein saurer Geruch ist hingegen normal, ein muffiger nicht.
Muss ich die Kefirknollen waschen?
Nein, wasche die Knollen nicht mit Wasser ab. Sie benötigen nämlich ihre natürliche Schutzschicht aus nützlichen Bakterien.
Wie lange kann ich Kefirknollen pausieren lassen?
Im Kühlschrank halten sie sich 1-2 Wochen in Milch. Für längere Pausen kannst du sie hingegen einfrieren oder trocknen.
Warum wird mein Kefir manchmal schleimig?
Das kann nämlich bei zu warmer Fermentation oder unausgewogenen Kulturen passieren. Reduziere daher die Temperatur und gib den Knollen Zeit zur Regeneration.