Mandelmus vs. Erdnussbutter: Was ist gesünder?

Mandelmus vs. Erdnussbutter

Erdnussbutter ist seit Jahrzehnten ein Grundnahrungsmittel in der amerikanischen Speisekammer. Doch in letzter Zeit beginnen andere Arten von Nussbutter, wie z.B. Mandelmus, vor allem in Europa an Popularität zu gewinnen.

Dieser jüngste Trend auf dem Markt für Nussbutter wirft die Frage auf: Welche Nussbutter ist die gesündeste? Zwar ist der Preis für Mandelmus in der Regel höher als der Preis für Erdnussbutter, aber bedeutet das automatisch, dass es gesünder ist?

Bei so vielen Optionen ist die Entscheidung für eine gesunde pflanzliche Butter in der Regel nicht ganz einfach. Wir werden dir in diesem Artikel den Nährstoffgehalt sowohl von Mandelmus als auch von Erdnussbutter aufschlüsseln, um festzustellen, welche von beiden den größeren gesundheitlichen Vorteil hat.

Denke aber bitte daran, dass es das gesamte Paket an Nährstoffen ist, nicht nur ein oder zwei, das bestimmt, wie gut ein Lebensmittel für deine Gesundheit ist.

Nährwerte von Mandelmus pro 100 Gramm:

  • Kalorien: 666
  • Eiweiß: 15 Gramm
  • Fett 59,1 Gramm
  • Kohlenhydrate 19,7
  • Ballaststoffe 1,5 Gramm

Mandelmus vs. Erdnussbutter: Ernährungswissenschaftlicher Vergleich

Mandelmus oder Erdnussbutter

Für eine schnelle Antwort: Beide Nussbutter haben einen ähnlichen Nährwert. Mandelmus ist etwas gesünder als Erdnussbutter, da es mehr Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe enthält.

Beide Nussbutterarten haben ungefähr den gleichen Kalorien- und Zuckergehalt, aber Erdnussbutter hat etwas mehr Protein als Mandelmus.

Kalorien

Die meisten Nüsse und Nussbutter sind in Bezug auf die Kalorien pro 100 Gramm ungefähr gleich. 100 Gramm Erdnussbutter oder Mandelmus enthalten knapp 600 Kalorien. Wenn du also hauptsächlich auf Kalorien achtest, gibt es keinen großen Unterschied.

Allerdings gelten alle Nussbutter im Vergleich zu anderen Lebensmitteln als kalorienreich, also sei vorsichtig, wie viel du davon auf deinem Brot verteilst.

Gewinner? Es steht unentschieden!

Gesunde Fette

Fast alle Nussarten enthalten eine große Menge Fett, aber das bedeutet nicht, dass sie schlecht für dich sind. Die Art des Fettes ist der wichtigste Faktor, den es zu berücksichtigen gilt, und hier hat das Mandelmus einen leichten Vorteil gegenüber seinem Pendant aus Erdnüssen.

Sowohl Mandelmus als auch Erdnussbutter haben einen hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren, der Fettart, die mit einer Verringerung von Herzkrankheiten und einer besseren Blutzuckerkontrolle in Verbindung gebracht wird.

Dennoch enthält eine Portion Mandelmus mit zwei Esslöffeln etwa 25 Prozent mehr einfach ungesättigte Fettsäuren als die gleiche Menge Erdnussbutter.

Eine Portion Erdnussbutter enthält zudem mehr als doppelt so viel gesättigte Fettsäuren wie eine Portion Mandelmus. Während gesättigte Fettsäuren in Maßen nicht unbedingt schädlich sind, kann zu viel davon deinen Cholesterinspiegel erhöhen, was dein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen kann.

Gewinner? Mandelmus.

Vitamine und Mineralien

Mandelmus ist wieder Spitzenreiter, wenn man sich den Vitamin- und Mineralstoffgehalt genauer ansieht.

Es enthält fast dreimal so viel Vitamin E, zweimal so viel Eisen und siebenmal so viel Kalzium wie Erdnussbutter.

Als Antioxidans hilft Vitamin E, die Bildung von Plaque in den Arterien zu stoppen, die diese verengen und schließlich einen Herzinfarkt verursachen können. Kalzium unterstützt die Gesundheit deiner Knochen, und Eisen ist für die Produktion deiner roten Blutkörperchen unerlässlich.

Erdnussbutter hat nicht unbedingt einen Mangel an Vitaminen und Mineralien. Sie enthält auch reichlich Vitamin E, Kalzium und Eisen. Sie enthält nur nicht ganz so viel wie Mandelmus. Sowohl Erdnussbutter als auch das Mus der Mandel enthalten eine gesunde Dosis an Kalium, Biotin, Magnesium und Zink.

Gewinner? Mandelmus.

Ballaststoffe

Durch Ballaststoffe fühlst du dich schneller satt, was dir dabei helfen kann, ein gesundes Gewicht zu halten. Sie helfen auch, deinen Cholesterinspiegel zu senken.

Glücklicherweise enthalten alle Nüsse Ballaststoffe. Wenn es um den Ballaststoffgehalt geht, steht Mandelmus im Vergleich zur Erdnussbutter wieder einmal an erster Stelle. Zwei Esslöffel Mandelmus enthalten etwa 3,3 Gramm Ballaststoffe, während zwei Esslöffel Erdnussbutter nur 1,6 Gramm enthalten.

Gewinner? Mandelmus.

Protein

Nussbutter ist eine hervorragende Quelle für pflanzliches Eiweiß. Wie sich herausstellt, hat Erdnussbutter in Bezug auf den Proteingehalt einen kleinen Vorsprung gegenüber Mandelmus.

Eine Portion Mandelmus enthält 6,7 Gramm Protein und eine Portion Erdnussbutter 7,1 Gramm Protein. Im Vergleich dazu hat ein großes Ei etwas mehr als 6 Gramm Protein.

Gewinner? Erdnussbutter.

Zucker

Hier wird es knifflig. Während Mandelmus weniger Zucker enthält, sind sowohl natürliches Mandelmus als auch Erdnussbutter insgesamt recht zuckerarm. Beachte jedoch, dass einige Hersteller von Nussbutter ihrem Produkt Zucker zusetzen.

Für welches Nussmus du dich auch entscheidest, du solltest zur natürlichen Variante ohne zugesetzten Zucker greifen. Mit anderen Worten, überprüfe vor dem Kauf das Etikett mit den Zutaten und vergewissere dich, dass sich kein zugesetzter Zucker darauf befindet.

Gewinner? Es steht unentschieden!

Was die Forschung sagt

Mandelmus ist etwas gesünder

Untersuchungen haben immer wieder gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig Nüsse oder Nussmus in ihre Ernährung aufnehmen, seltener an Herzerkrankungen oder Typ-2-Diabetes erkranken als Menschen, die nicht regelmäßig Nüsse essen.

Die Forschung legt auch nahe, dass der regelmäßige Verzehr von Nüssen nicht zur Fettleibigkeit beiträgt, obwohl Nüsse einen hohen Kaloriengehalt haben.

Die meisten Studien zeigen, dass die Art der Nuss oder Nussmus keine Rolle spielt. So ergab beispielsweise eine Studie bei über 6.000 Frauen mit Typ-2-Diabetes, dass der Verzehr von fünf oder mehr Portionen Nüsse oder Erdnussbutter pro Woche das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant senkte.

Das Fazit zum Mandelmus

Auf rein ernährungsphysiologischer Basis lautet das Urteil, dass Mandelmus gesünder als Erdnussbutter ist, allerdings nur um ein Stückchen.

Angesichts der Tatsache, dass das Mandelmus den Geldbeutel stärker belastet, ist Erdnussbutter immer noch eine ausgezeichnete gesunde Wahl, es sei denn, du hast eine besondere Vorliebe für Mandeln. Wenn du dir wirklich nicht sicher bist, kannst du auch ohne Probleme zwischen beiden wechseln.

Denke einfach daran, ein Nussmus zu wählen, das keinen Zuckerzusatz, keine teilweise hydrierten Öle oder Transfette und keine künstlichen Zutaten enthält. Das Etikett sollte nur eine Zutat enthalten: „Erdnüsse“ oder „Mandeln“ (und vielleicht eine Prise Salz). Darüber hinaus solltest du in jedem Fall zu Bio-Ware greifen. Diese ist zwar meist etwas teurer, als das konventionelle Produkt, aber in konventioneller Ware finden sich einfach zu viele Pflanzenschutzmittel.

Wie bei jeder Art von Lebensmitteln ist Mäßigung der Schlüssel.

Es gibt noch sehr viele andere Varianten an Nussmusen. Neben dem Mandelmus gibt es noch beispielsweise Pistazienmus, Cashewmus oder Haselnussmus. Auch diese schmecken sehr lecker und bieten viele gesundheitliche Vorteile.

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