Flohsamenschalen: Kleine Samen, große Wirkung

Flohsamenschalen sind aus der gesundheitsbewussten Vollwert-Ernährung vieler Menschen nicht mehr wegzudenken, denn die kleinen Samenschalen wirken in Sachen Verdauung wahre Wunder.

Wir stellen dir das unscheinbare Superfood vor.

1. Was sind Flohsamenschalen?

Flohsamenschalen sind die Schalen der Samen einiger Arten des Wegerichs (Plantago). Man unterscheidet hier zwischen den Samenschalen der Pflanze Plantago afra, die auch Plantago psyllium (Lateinisch „Floh“) genannt wird, und dem Indischen Flohsamen, Plantago ovata. Mitunter ist alternativ auch von „Flohkraut“ die Rede.

Der namentliche Bezug auf den „Floh“ hat seinen Ursprung im Aussehen der Samen: Sie erinnern mit ihrer kleinen, elliptischen Form und ihrer rotbraun glänzenden Schale nämlich an Flöhe. Die Hauptanbaugebiete der beliebten Heilpflanze sind Indien und Pakistan, sie wächst aber auch in Südeuropa, auf den Kanaren, in Nordafrika sowie in anderen Regionen mit vergleichbarem Klima.

2. Was ist der Unterschied von Flohsamen und Flohsamenschalen?

Diese Frage beantwortet sich eigentlich von selbst. Als Flohsamen wird der gesamte, aus Kern und Schale bestehende Samen von Plantago afra bzw. Plantago ovata bezeichnet, Produkte mit dem Namen Flohsamenschalen enthalten lediglich die Schalen. Letztere werden in ihrer ursprünglichen Form sowie gemahlen angeboten.

Nährwerttechnisch macht es einen relativ großen Unterschied, ob du dich für den ganzen Samen oder nur für die Schalen entscheidest, denn während ganze Flohsamen etwa 16 % Eiweiß, 7 % Fett, 3,5 % Kohlenhydrate und 58 % Ballaststoffe aufweisen, bestehen die Schalen zu über 80 % aus Ballaststoffen. Dementsprechend fallen die Verzehrempfehlungen aus: Von ganzen Flohsamen kann man getrost bis zu 30 Gramm täglich zu sich nehmen, von Flohsamenschalen solltest du mit 3 Gramm täglich nur ein Zehntel davon verzehren.

3. Darum solltest du Flohsamenschalen zu dir nehmen

Flohsamenschalen schmecken nach nichts. Warum sind sie dennoch so beliebt? Weil sie voller Ballaststoffe stecken, durch die sie einen positiven Einfluss auf den Darm haben. Wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schreibt [1], tun sich viele Leute schwer, den bei 30 Gramm liegenden Richtwert für die tägliche Ballaststoffzufuhr zu erreichen:

Laut der von der DGE zitierten Nationalen Verzehrsstudie II aus dem Jahr 2008 [2] schafften es 75 % der Frauen und 68 % der Männer in Deutschland nicht, genügend Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Die Situation dürfte heutzutage nicht viel besser aussehen. Durch den gezielten Einsatz von Ballaststoffbomben wie Flohsamenschalen kannst du deine persönliche Nährwertbilanz also bequem und effektiv verbessern und einen wichtigen Beitrag zu deiner Gesundheit leisten.

4. Warum sind Ballaststoffe so wichtig?

Ballaststoffe werden grob in wasserlösliche und wasserunlösliche eingeteilt, wobei die sog. Flosine-Schleimpolysaccharide der Flohsamenschalen zu Ersteren zählen. Mit ca. 2 Kalorien pro Gramm haben Ballaststoffe nur etwa halb so viele Kalorien wie Kohlenhydrate oder Eiweiß und weniger als ein Viertel der Kalorien von Fett. Sie punkten also schon einmal als kalorienarmer Nahrungsbestandteil.

Diese Qualität wird dadurch noch verstärkt, dass Ballaststoffe Wasser binden, wodurch sich ihr Volumen bzw. das Volumen der Mahlzeit vergrößert, ohne dass die Kalorienzahl zunimmt. Ballaststoffe sind somit ein gesunder Sattmacher: Sie füllen den Magen, ohne auf die Hüften zu schlagen. Dazu kommt, dass sie relativ lange im Magen verweilen, also nachhaltig sättigen.

Die andere herausragende Qualität von Ballaststoffen betrifft ihren Einfluss auf die Verdauung. Dazu erfährst du gleich mehr.

Wenn durch die Ernährung nicht ausreichend Ballaststoffe aufgenommen werden können

5. Welche Wirkung haben Flohsamenschalen?

Selbst im Vergleich mit anderen ballaststoffreichen Lebensmitteln sind Flohsamenschalen besonders quellfähig: Sie können bis zum 50-Fachen ihres Volumens an Wasser binden. Entsprechend effektiv lässt sich mit ihnen für eine kalorienarme Sättigung sorgen, wenn sie Milch, Smoothies oder Porridge beigemischt werden (s. u.).

Da die empfohlene tägliche Verzehrmenge mit 3 Gramm allerdings recht klein ausfüllt, liegt die größte Wirkung von Flohsamenschalen nicht im Sattmachen, sondern bei der Verdauung:

Mittel gegen Verstopfung

Durch die große Quellfähigkeit der Flohsamenschalen erhöhen sie das Nahrungs- und in der Folge auch das Stuhlvolumen, was die Darmtätigkeit anregt, da mehr Druck auf die Darmwand ausgeübt wird. Dies regt die sog. Peristaltik, also die Muskeltätigkeit des Darms an. Zudem machen sie den Stuhl weicher.

Werden die Flohsamenschalen wie empfohlen mit ausreichend Wasser konsumiert, sorgen die in ihnen enthaltenen Schleimstoffe außerdem dafür, dass die Darmwand mit einer Art Schmierfilm überzogen wird, was die Stuhlpassage erleichtert.

Mittel gegen Durchfall

Kurioserweise wirken Ballaststoffe generell und Flohsamenschalen im Speziellen nicht nur Verstopfung entgegen, sondern auch Durchfall. Auch hier ist die wasserbindende Wirkung ausschlaggebend. Liegt das Beschwerdebild von Durchfall vor, saugen die Flohsamenschalen überschüssiges Wasser im Magen-Darm-Trakt sozusagen auf, was den Stuhl fester macht.

Darmsanierung

Im Darm leben unzählige Bakterien, die zusammen die Darmflora bilden. Nach Ansicht einiger Ernährungsexperten kann diese Darmflora aus ihrem natürlichen Gleichgewicht geraten. Durch eine sog. Darmsanierung soll dieses Gleichgewicht dann wieder hergestellt werden.

Teil einer solchen Darmsanierung ist der Verzehr von Probiotika. Das sind Lebensmittel, die die Bakterien enthalten, die auch im Darm leben. Diese probiotischen Bakterien sind zwar in den Flohsamenschalen von Natur aus nicht enthalten, doch einige Hersteller wie auch Lebepur setzen sie ihren Produkten zu.

So sind im Flohsamenschalen-Mix von Lebepur 0,1 % probiotische Milchsäurebakterien (Lactobacillales casei) enthalten. Schon diese kleine Menge genügt, um eine Art Rundum-Pflege für deinen Darm zu schaffen. Schmecken tust du von den Milchsäurebakterien nichts. Übrigens: Trotz ihres Namens sind Milchsäurebakterien kein tierisches Produkt, unsere Flohsamenschalen sind somit zu 100 % vegan.

Nur unterstützende Wirkung

Natürlich wirken Flohsamenschalen keine Wunder: Um ernsthafte oder chronische Krankheiten oder Leiden wie Verstopfung zu kurieren, solltest du den fachmännischen Rat eines Arztes oder eines Ernährungsberaters einholen. Mit ihm kannst du besprechen, wie du deine Ernährung optimal veränderst und in welcher Form Flohsamenschalen und andere Ballaststofflieferanten darin vorkommen.

Flohsamenschalen können vielerlei Verdauungsprobleme lindern.

6. Wie werden Flohsamenschalen eingenommen?

Die einfachste Einnahme des Flohsamenschalen-Mix von Lebepur ist in Form eines Drinks: Verrühre 3 Gramm (etwa ein Teelöffel) mit 200 Milliliter Wasser und lasse die Schalen dann rund eine Minute lang quellen. Direkt danach solltest du den Drink verzehren. Da die Schalen auch im Magen-Darm-Trakt weiter Flüssigkeit binden, ist es wichtig, dass du auch sonst ausreichend trinkst.

Wenn dir diese Einnahmeform zu langweilig ist, geht es auch geschmackvoller. Rühre den Lebepur-Flohsamenschalen-Mix mit Milch oder einem Milchersatz-Drink an und verfeinere das Ganze mit Früchten und einer Süße deiner Wahl. Schon hast du die Basis für einen gesunden Pudding voller Ballaststoffe. Auch in deinem Frühstücks-Porridge macht sich der Löffel Flohsamenschalen gut.

Natürlich kannst du mit den Flohsamenschalen auch frischen Smoothies die Extra-Portion Ballaststoffe verleihen: Gib die aufgequollenen Schalen mit einem Obst oder Gemüse deiner Wahl in einen Mixer, gieße Wasser oder Saft dazu, drück den Knopf, fertig!

Wenn du dir die wasserbindende Eigenschaft der Flohsamenschalen besonders elegant zu Nutzen machen willst, kannst die geschmacksneutralen Schalen auch als Bindemittel beim (glutenfreien) Backen von Brot oder Kuchen einsetzen oder Suppen und Saucen damit andicken.

Flohsamenschalen können einen aktiven Lifestyle unterstützen.

7. Quellen

[1] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2012), Mehr Ballaststoffe bitte! Ballaststoffzufuhr lässt sich im Alltag leicht steigern, https://www.dge.de/presse/pm/mehr-ballaststoffe-bitte/?L=0&cHash=de74871cb8220ba3050ddd99040f0831.

[2] Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (2008), Nationale Verzehrstudie II – Die bundesweite Befragung zur Ernährung von Jugendlichen und Erwachsenen, https://www.mri.bund.de/fileadmin/MRI/Institute/EV/NVSII_Abschlussbericht_Teil_2.pdf.

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