Willst du länger leben? Such dir Freunde

Man glaubt, dass Bewegung und mit dem Rauchen aufzuhören wichtige Schritte für ein langes, gesundes Leben sind. Neue Studien empfehlen jedoch einen anderen potenziellen Ratschlag: schließen sie Freundschaften. Die Resultate zeigen, dass Menschen mit starken sozialen Bindungen ihre Überlebenchancen über einen bestimmten Zeitraum um 50% erhöhten. Es ist also ebenbürtig zu dem Einstellen des Rauchens und fast zweimal so nützlich wie körperliche Aktivität hinsichtlich der Verringerung der Wahrscheinlichkeit jung zu sterben. Die Funde unterstreichen wie wichtig Freundschaften für unsere Gesundheit sind. Die Forscher überprüften 148 Studien die den Zusammenhang zwischen sozialen Kontakten und Sterblichkeit untersuchten. An den Studien waren insgesamt mehr als 308.000 Teilnehmer involviert, die man im Schnitt 7,5 Jahre begleitete. Die Studien bemaßen die sozialen Kontakte in vielerlei Hinsicht.  Einige untersuchten lediglich die Größe der sozialen Netzwerke einer Person, ganz gleich ob sie verheiratet waren oder alleine lebten. Andere beurteilten die Wahrnehmung von Menschen über ihre Freundschaften , ob sie zum Beispiel das Gefühl haben, dass andere für sie da sind oder nicht. Und noch andere schauten wie Menschen in ihren sozialen Netzwerken und Gemeinden integriert waren. Insgesamt wurden Spitzenwerte bei Aspekten die bezeichnend für starke soziale Kontakte waren, mit gestiegenden Überlebensraten assoziiert. Die Ergebnisse gelten unabhängig vom Alter, Geschlecht, gesundheitlichem Zustand und Todesursachen einer Person. Im Allgemeinem lässt sich feststellen, dass Studien die mehr als einen Aspekt der Beziehungen eines Menschen berücksichtigten (zum Beispiel, die Größe der sozialen Netzwerrke und wie integriert eine Person in diesem Netzwerk ist) bessere Vorhersager der Sterblichkeit waren als die die nur einen Aspekt berücksichtigten (zum Beispiel ob jemand alleine lebt). Aber wofür sind Freunde denn gut? Unsere Beziehungen können unsere Gesundheit in vielerlei Hinsicht beeinflussen. Zum Beispiel können sie uns helfen mit Stress umzugehen - ein tödlicher Zeitvertreib.Wenn wir potenziell stressvollen Ereignissen in unserem Leben begegnen, ist es unwahrscheinlicher es als überhaupt stressig zu empfinden wenn wir wissen, dass wir Menschen haben auf die wir zählen können oder an die wir uns wenden können. Wir können dann besser mit dem Stress umgehen. Wenn wir bereits gestresst sind, können uns unsere Beziehungen helfen ihn zu bewältigen und die Reaktionen auf Stress zu puffern. Unsere Freundschaften können außerdem eine gesunde Lebensweise (aber natürlich auch ungesunde) fördern und haben somit einen direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden. Zum Beipsiel können unsere Freunde uns ermutigen gesünder zu essen, Sport zu treiben, mehr zu schlafen oder zum Doktor zu gehen. Soziale Kontakte geben unserem Leben außerdem einen Sinn und beeinflussen uns oft besser auf uns aufzupassen und weniger zu riskieren. Mediziner könnten also zukünftig im betracht ziehen bessere soziale Kontakte zu empfehlen bzw. zu fördern. Krankenhaus- und Arztpraxenpersonla könnten außerdem helfen ihre Patienten in sozial unterstützende netzwerke während der Genesungsphase zu involvieren. Quelle
 
 
 

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