Vitamin D und Anämie

Forscher konnten einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel bei Kindern und dem Auftreten von Anämie nachweisen. In der Deutung blieben die Wissenschaftler jedoch sehr verhalten. Ob der Vitamin-Mangel die Blutarmut auch verursache, wollten sie nicht schlußfolgern.Kinderärzte des Johns Hopkins Children's Center und andere Kinderräzte präsentierten auf der Jahrestagung der Pediatric Academic Societies in Denver, Colorado Ergebnisse einer groß angelegten Studie. Daten aus den Blutproben von mehr als 9.400 Kinder zwischen 2 und 18 Jahren waren ausgewertet worden. Das Ergebnis lautete: Je niedriger der Vitamin D-Spiegel, desto niedriger der Hämoglobin-Wert und desto höher das Risiko für Anämie. Kinder mit unter 20 Nanogramm Vitamin D pro Milliliter Blut (ng/ml) hatten ein 50 Prozent höheres Risiko für Anämie als Kinder mit 20 ng/ml oder höher. Für jedes 1 ng/ml Vitamin D im Blut fiel das Anämie-Risiko um 3 Prozent. Anämie, also Blutarmut, tritt auf, wenn der Körper zu wenig Sauerstoff transportierende rote Blutkörperchen aufweist. Diagnostiziert wird die Anämie durch Messung der Hämoglobinwerte. Die Symptome einer milden Anämie sind Müdigkeit, Benommenheit und niedrige Energiekosten. Schwere und anhaltende Anämie kann lebenswichtige Organe durch Sauerstoffmangel schädigen. Überraschend an dem Ergebnis war die klare Differenz zwischen schwarz und weiß: Nur 1 Prozent der weißen Kinder hatten Anämie, verglichen mit 9 Prozent der schwarzen Kinder. Schwarze Kinder hatten auch im Durchschnitt viel niedrigere Vitamin D-Spiegel als die weißen Kinder. Forscher wissen seit langem, dass Anämie häufiger bei schwarzen Kindern vorkommt, aber die Gründe für diesen Unterschied bleiben unklar. Es wird vermutet, dass biologische und genetische Faktoren eine Rolle spielen. Anhand des Ergebnisses bezüglich des Zusammenhangs zwischen Anämie und Vitamin-D-Mangel kann nun weiterführend Forschung betrieben werden. [Quelle]
 
 
 

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