Vitamin D schützt vor Adipositas-induzierten Endometriumkarzinomen

Ergebnisse einer Tierstudie deuten darauf hin, dass beleibte Frauen ihr erhöhtes Risiko an Endometriumkazinomen zu erkranken, reduzieren können wenn sie Vitamin D-Ergänzungsmittel zu sich nehmen. Dies behaupteten zumindest Forscher am Georgetown Lombardi Krebsinstitut. Bei Endometriumkarzinomen handelt es sich um eine Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut. Die Wissenschaftler berichteten, dass 25 Prozent der beleibten Mäuse die mit einer Vitamin D ergänzendenden Diät gefüttert wurden, ein Endometriumkazinom entwickelten, während 67 % der beleibten Mäuse die nicht mit dem Vitamin behandelt wurden, Krebs entwickelten. Sie berichteten außerdem, dass Vitamin D keine schützenden Effekte für normalgewichtige Mäuse bot. Unabhängig davon ob sie das Vitamin verwendeten, entwickelten etwa 60 Prozent dieser Mäuse Krebs. All diese Mäuse waren genetisch prädisponiert um Endometriumkarzinome zu entwickeln, da ihnen eines der zwei PTEN tumorsupprimierenden Gene fehlte, dessen Verlust in starkem Zusammenhang mit der Entwicklung von menschlichen Endometriumkarzinomen steht. Adipositas ist außerdem ein sehr bekannter Risikofaktor, sagen Forscher. Vitamin D hat bewiesen, dass es bei einigen Krebsarten hilfreich sein kann, aber bei Endometriumkarzinomen schützt es laut der Studie nur gegen Krebs der sich aufgrund von Adipositas entwickelt. Sollten sich diese Ergebnisse bei Frauen bestätigen, könnte die Verwendung von Vitamin D eine wundervolle und einfache Möglichkeit sein das Risiko von Endometriumkarzinomen zu reduzieren. Bis weitere Studien durchgeführt wurden, ist der beste Rat für Frauen die um ihr Risiko besorgt sind, Vitamin D Ergänzungsmittel zu sich zu nehmen oder ein paar Minuten mehr pro Woche in der Sonne zu verbringen. Dieses Vitamin hat bereits viele gesundheitliche Vorteile bewiesen, zusätzlich zu den neuen Versprechungen die durch die Maus-Studie suggeriert wurden. Das Beste für Frauen ist natürlich der Versuch ein normales Gewicht zu halten, da es viele andere gesundheitliche Vorteile mit sich bringt außer der Vorbeugung von Endemetriumkarzinomen. Nitzdestotrotz, da mehr als 50% der Frauen in den USA übergewichtig oder fettleibig sind und Abnehmen oft ein schweres Unterfangen ist, sind andere Mittel notwenig um Gebärmutterhalskrebs bei diesen Frauen zu verhindern. Eine Möglichkeit ist Progesteron zu verwenden, leider erhöht es jedoch das Brustkrebsrisiko. Vitamin D-Ergänzungsmittel sind in der Regel sicherer als zum Beispiel Progesteron. Während vergangene Studien an Frauen demonstriert haben, dass Adipositas das Risiko von Endometriumkarzinomen mindestens verdoppelt und das Rückfallrisiko sogar um das 6-fache steigt, zeigen Ergebnisse der nationalen Gesundheitsbehörde bezüglich der schützenden Effekte von Vitamin D bei Endometriumkarzinomen keinen allgemeinen Nutzen. Die Studie untersuchte jedoch nicht ob Vitamin D bei übergewichtigen Frauen gewirkt hat. Deshalb legten die Forscher in dieser Studie ihren Fokus auf einen Zusammenhang zwischen Gewicht, ein bekannter Risikofaktor für Endometriumkarzinome, und Vitamin D, ein potentieller Risikoreduzierer bei vielen Krebsarten. Sie verwendeten das beste Tiermodell was verfügbar war um die Endometriumkarzinome zu untersuchen - das PTEN "Knock-Out" Maus-Modell. Der Verlust von PTEN ist ein häufiges Ereignis bei Gebärmutterhalskrebs bei Frauen laut der Forscher. Das Forschungsteam teilte ihre PTEN-Mäuse in 4 Gruppen auf. Einer Gruppe wurde normales Essen verabreicht, eine erhielt eine normale Diät mit Vitamin D-Ergänzungsmitteln. Einer anderen Gruppe wurde eine fetthaltige Diät verabreicht und die vierte Gruppe erhielt eine stark fetthaltige Diät mit Vitamin D. Sie fanden heraus, dass die Verwendung von Vitamin D bei den Mäusen die sich normal ernährten, keinen Effekt auf die Entwicklung von Endometriumkarzinomen hatte - circa 60 % der Mäuse in beiden Gruppen entwickelten den Krebs. 67 % der Mäuse die fettleibig aufgrund der stark fetthaltigen Diät wurden, entwickelten Krebs, während nur 25 % der fettleibigen Mäuse die auch Vitzamin D erhielten, Krebs entwickelten. Bei den fettleibigen Mäusen, bot Vitamin D einen sehr starken, sehr signifikanten Schutzeffekt. Zum jetzigen Zeitpunkt wissen die Wissenschaftler jedoch nicht warum Vitamin D das Risiko von Endometriumkarzinomen nur in fettleibigen Tieren reduziert, aber sagen, dass Daten der Studie nahelegen, dass diese Mäuse weniger Osteopontin produzieren, was den Krebs noch aggressiver werden lässt und mehr E-Cadherin, was Krebs davon abhält zu metastasieren. Die Insulinresistenz ist bei diesen Mäusen auch geringer  und das ist wichtig, da Fettzellen inflammatorische Zytokine herstellt, die die Insulinresistenz verursacht und sie treiben auch die Krebsentwicklung an. Nun ist es Aufgabe der Forscher die Mechanismen warum das Vitamin D so gut bei den fettleibigen Mäusen funktioniert, zu untersuchen. Quelle
 
 
 

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