Moderater Alkoholkonsum kann Demenz-Risiko mindern

Wollte man bisherigen Studien Glauben schenken, existierte ein Zusammenhang zwischen starkem bzw. übermäßigen Alkoholkonsum und Demenz, genauer der Alzheimer-Erkrankung als das häufigste Demenz-Syndrom. Aber auch zwischen alkoholischer Abstinenz und Alzheimer! Lediglich die moderaten Trinker erkrankten offenbar seltener an Alzheimer. Jetzt haben Finnen und Norweger mit einer Langzeitstudie die Schwächen der bisherigen Untersuchungen augearbeitet. Ihre Ergebnisse...Die Studie, durchgeführt durch die Universität Turku, Die Universität von Helsinki und dem National Institute for Health and Welfare Finland, hob den Schwachpunkt der älteren Studie auf, keine Aussagen bezüglich einer Langzeitwirkung von Alkoholkonsum treffen zu können. Tatsächlich hatte bisher jedes Ergebnis auf den Untersuchungen älterer Probanden beruht, wodurch kein langzeitlicher Zusammenhang nachgewiesen werden konnte. Die neuen Ergebnisse können aber auf eine 20 Jahre und länger andauernde Wirkung des Alkoholkonsums verweisen. Denn wie Wissenschaftler vermuten, bricht die Krankheit zwei bis drei Jahrzehnte vor ihrer klinischen Manifestation und damit eigentlichen Identifikation als Demenz aus. Das überraschende Ergebnis: Offenbar befördert auch ein totaler Verzicht auf Alkohol die Alzheimer-Erkrankung! Über die Dauer der Studie wurden die Probanden nicht nur auf die Menge, sondern auch auf das Muster ihres Trinkverhaltens hin untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass sowohl die Kampftrinker, wenn sie auch noch so selten tranken, als auch die Abstinenzler häufiger an Alzheimer erkrankten als diejenigen Probanden, die jeden Abend ein Glas Wein tranken. Der regelmäßige, aber zurückhaltende Konsum scheint vor einer Alzheimer-Erkrankung regelrecht zu schützen! Grenzwert für einen übermäßigen Konsum war im Rahmen der skandinavischen Studie eine Flasche Wein oder mehr - bzw. ihr Äquivalent in anderen alkoholischen Getränken - an einem Tag. Solche Alkoholexzesse verdoppelten im Gegensatz zur Abstinenz das Risiko einer Erkrankung sogar noch, auch wenn sie nur einmal im Monat vorkämen. Wär noch zu überlegen, ob es nicht vielleicht auch eine Frage des Sozialverhaltens sein kann, das mit einem moderaten Trinkverhalten einhergeht, wie häufiger Sozialkontakt, enge Freundschaften und eine positive Lebenseinstellung, und das vor der Demenz bewahrt? Weil Alkohol in Maßen aber auch das männliche Herz schützt, sollten wohl zumindest die Männer ihr Feierabendbier oder ein Äquivalent weiterhin genießen. Darauf ein finnländisches Prost: Kippis!! [Quelle]
 
 
 

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