Grüner Tee: gemischte Kritik für Krebsvorbeugung

Persönliche Lebensgewohnheiten sind Teile des Puzzles der Krebsvorbeugung, aber welche genauen Schritte man unternehmen sollte, sind weiterhin unklar. Dennoch, mehr und mehr Menschen bauen kleine Veränderungen in ihre tägliche Routine ein, wie zum Beispiel das Trinken von grünem Tee, in der Hoffnung sich das Krebsrisiko vom Leibe zu halten. Aber funktioniert es? Ein großes Review von Studien die den Einfluss von grünem Tee in der Krebsvorbeugung untersuchten, ergab widersprüchliche Ergebnisse. Forscher untersuchten 51 Studien die insgesamt 1,6 Millionen Teilnehmer umfassten. Die Studien konzentrierten sich auf den Zusammenhang zwischen dem Konsum von grünem Tee und einer Vielzahl von Krebsarten, inklusive Brust-, Lungen-, Darm- , Mund- und Prostatakrebs sowie die möglichen Krebsarten im gynäkologischen Bereich. Das umfangreiche Review analysierte Studien die im Zeitraum von 1985 bis 2008 durchgeführt wurden. Viele der Studien wurden in Asien durchgeführt, wo Tee trinken weitverbreitet ist und ein Teil der täglichen Routine für Viele ist. Es ist schwer zu sagen ob grüner Tee wirklich gut ist zur Krebsvorbeugung, da Menschen unterschiedliche Mengen an grünem Tee trinken und verschiedene Krebsarten sich in ihrer Entwicklung unterscheiden. Aber eines ist sicher. Das Trinken von grünem Tee kann niemals allein dem Krebs vorbeugen. 3 Sorten von Tee, schwarzer, grüner und oolong, stammen von der Pflanze Camellia Sinensis ab und enthalten alle Polyphenole. Catechins, eine Untergruppe der Polyphenole, sind starke Antioxidantien. Einige behaupten die Polyphenole in grünem Tee sind einzigartig da sie dem Zellwachstum vorbeugen und somit das Potential haben Krebs zu verhindern. Das Review hat herausgefunden, dass grüner Tee nur begrenzten Nutzen für Leberkrebs hat, aber hat zeitgleich widersprüchliche Beweise für andere Magen-Darm-Krebsarten, wie zum Beispiel Speiseröhren-, Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs entdeckt. Eine Studie hat ein vermindertes Risiko von Prostatakrebs bei Männern entdeckt, die höhere Mengen an grünem Tee oder dessen Extakten konsumierten. Das Review hat jedoch keinen Nutzen für Magenkrebs entdecken können sondern hat eher rausgefunden, dass grüner Tee möglicherweise das Risiko von Harnblasenkrebs erhöht. Trotz widersprüchlicher Ergebnisse, gab es starke Beweise für einen positiven Effekt bei Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie kolorektalen Krebs. Keine der Studien die einfach nur eine Gruppe von Menschen untersuchten, konnte einen Nutzen für die Brustkrebsvorbeugung ausmachen. Dennoch, beide der Fall-Kontroll-Studien, die erkrankte und gesunde Menschen vergleicht, konnten einen positiven Zusammenhang zwischen dem Konsum von grünem Tee und einem verminderten Risiko von Brustkrebs ausmachen. Nun muss die Effektivität und die Sicherheit von Polyphenolen in grünem Tee getestet werden indem eine Arzneimittelformulierung genutzt wird die den Bestandteilen in Tee ähnelt, um zu sehen ob die Krebsentwicklung aufgehalten werden kann. Nun muss weiter geforscht werden und die verschiedenen Level des grünen Tee Konsums dabei berücksichtigt werden. Auch wenn einige Fragen bezüglich des Konsums von grünem Tee und Krebsvorbeugung unklar bleiben, eines ist klar. Es ist gut Grünen Tee zu trinken wenn es einem schmeckt und möglicherweise kann ein Nutzen in Zukunft bewiesen werden. Nur die täglich empfohlene Dosis von 1200 ml (entspricht ca. 5 Tassen) sollte nicht überschritten werden. Quelle
 
 
 

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