Bitterschokolade verhindert Schäden von Herzinfarkten

Forscher der John Hopkins Universität glauben, dass sie einen biochemischen Pfad entdeckt haben, bei dem eine Chemikalie, die von Natur aus in Bitterschokolade vorhanden ist, helfen kann, den Körper vor Herzinfarkten zu schützen. Vergangene Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass ein Flavanol, bekannt als Epicatechin, den Körper vor kardiovaskulären Krankheiten und Herinfarkten zu schützen scheint. In der aktuellen Studie führten Wissenschaftler Herzinfarkte bei Mäusen herbei und verabreichten ihnen anschließend Epicatechnin, um zu beobachten, wie die Chemikalie sich in ihren Körpern verhält. Ihnen wurden verschiedene Dosen an Epicatechin 90 Minuten vor dem Herzinfarkt verabreicht. Die Wissenschaftler entdeckten, dass es die Infarktgröße (Schaden des Infarkts) reduzierte. Wurde das Epicatechin nach dem Herzinfarkt verabreicht, hielt der Schutzeffekt bis zu 3,5 Stunden danach an, aber nicht nach 6 Stunden. Die Forscher entdeckten auch, dass Epicatechin 2 chemikalische Pfade aktiviert, bekannt dafür, Gehirnzellen vor Schäden zu schützen, der Nrf2- und der Häm-Oxygenase-Pfad. Als die Forscher später Herzinfarkte bei den Mäusen  induzierten, die genetisch so modifiziert wurden, dass ihnen beide Pfade fehlten, hatte Epicatechin keinen schützenden Effekt. Die Forscher geben jedoch zu bedenken, dass Epicatechin möglicherweise eines Tages die Basis für ein Medikament zum Schutz vor Gehirnschäden, bei denen die einen Herzinfarkt erlitten, bilden kann. Die 3-stündige Dauer der schützenden Leistung ist besonders hilfreich, da moderne Pharmazeutika nur für eine deutlich kürzere Periode schützen. Die Forscher warnen jedoch, dass es Jahre dauern kann, wenn überhaupt, bevor so eine Behandlung entwickelt werden kann. In der Zwischenzeit warnen die Wissenschaftler die Konsumenten davor, Schokolade zu verschlingen als eine Möglichkeit, ihre Herzen zu schützen, da der hohe Zuckeranteil andere Gesundheitsprobleme verursachen kann. Schokolade enthält viele Kalorien, man sollte also eher von kleinen Mengen von Bitterschokolade als von Schokolade im Allgemeinem reden. Die Wissenschaftler konzentrieren sich daher lieber auf Kakao. Kakao ist nicht wie Schokolade, die reich an gesättigten Fettsäuren und Kalorien ist. Kakao kann Teil einer gesunden Ernährung sein, kombiniert mit Früchten und Gemüse. Quelle
 
 
 

Kommentar schreiben

 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.